Montag, 9. Juni 2008

Alles hat einmal ein Ende....

.... und deshalb steht unser Pontiac Vibe ab heute nicht mehr vollbeladen vor unserem Zelt, sondern ist vermutlich schon wieder blitzblank sauber und hat einen neuen Mieter. Nach einer Strecke von mehr als 7600km (ungefähr Hannover - Japan Luftlinie) in den letzten 27 Tagen sitze ich mit meinem Schatz abflugbereit und dem Wissen, dass unser Trip der absolute Hammer war, in LA am Flughafen.

Aber eines wissen wir auch ganz sicher; der nächste Urlaub ist ohne große Herumreiserei und mit viel Sonne, Wellen und Relaxen. Oder kommt es doch anders und Johanna zeigt mir ihre frühere Heimat Costa Rica in einer mehrwöchigen Tour?

Tag 23-26: Los Angeles und Umland

Im Ohr hatten wir noch von einigen die Worte: LA könnt ihr euch echt sparen. Diese Stadt hat es uns Beiden angetan was zum mindesten nicht für meinen Fall verwundert, da mir im Herbst letzten Jahres auch schon San Diego so gut gefallen hatte.
Besonders gefallen haben uns die muckeligen, ruhigen Ecken an der Küste in Long Beach oder der verrückte Venice Beach.
Wir haben es in LA etwas ruhiger angehen lassen und haben als erstes an den Baywatch Stränden in Santa Monica und Malibu umgeschaut und sind dann weiter in DIE Einkaufsstrasse- den Rodeodrive. Durch Bel Air und Beverly Hills am Hollywood Schild vorbei ging es auf den Hollywood Boulevard wo wir uns bis in die Nacht aufgehalten haben. Am nächsten Tag gab es Frühstück und relxen am Strand in Long Beach, den für uns schönsten Teil der Stadt. Gegen Nachmittag wurde dann zum letzten Mal das Shopping Verlangen gestillt. Vom vielen shoppen am Vortag haben wir uns dann am Venice Beach in der Sonne erholt, der wohl coolste Strand an dem wir je waren. Bitte versteht cool eher wie abgefahren, erlebnisreich und nicht als ruhig und gemütlich.

Abschließend hatten wir eine Menge Spass in den unzähligen Rides und Attraktionen im Land unserer Helden der Kindheit. Obwohl seit wann ist Benjamin Blümchen von Walt Disney und wohnt im Disneyland. Disneyland war echt überraschend spitze und hat auch uns als noch kinderloses Pärchen eine Menge Spass gemacht nicht zuletzt weil Johanna ihre Lieblinge Tigger, I-ah und natürlich Winney the Pooh getroffen hat.

Tag 17-23: Sonne, Strand und mehr

Eigentlich hatten wir für die nächste Woche einfach nur Surfen an der Pazifikküste. Der Plan war auf dem Weg von Santa Cruz in Richtung Los Angeles an den besten Surfspots zu halten, in den Wetsuit reinzuspringen und einpaar schöne Wellen abzureiten- aber nix war’s.
Es gab leider einfach keine Wellen.

Wir haben aber trotzdem nicht den Kopf in den Sand gesteckt und haben stattdessen uns Buckelwale und Seelöwen in der Bucht bei Monterey angeschaut, faul am Strand die Sonne genossen, frischen Fisch aus dem Ozean bei Califorischem Wein genossen und an den Steilküsten bei herrlichem Ausblick gecampt und es uns einfach gut gehen lassen. Die Fahrt auf dem Highway 1 die Küste entlang bis hinunter nach LA ist einfach ein Traum gewesen auch ohne Wellenreiten.

Sonntag, 8. Juni 2008

Tag 16- Bungeeeeeeeeeeeeeeeeee

Nach diesen Superstops auf unserer Reise haben wir uns den Spruch “Nur fliegen ist schöner“ gewidmet. Es ging nach Sanora zum Bungee Springen und es war laut Johanna einfach unglaublich. Abends durch das Silicon Valley an Google und Co vorbei zurück an die Pazifikküste genauer gesagt in die Surfer Metropole Santa Cruz.

Donnerstag, 5. Juni 2008

Tag 13-15: Schwulen-Metropole SAN FRANCISCO

Den Hit von Scott McKennzie summend “If you are going to SAN FRANCISCO..” sind wir über die Oaklandbrücke in die Metropole an der Westküste gefahren. Hier ging es natürlich an die Golden Gate Bridge und dem nahegelegenen Gefängnis Alcatraz sowie zum Shoppen. Mit der Cable Car haben wir uns an den Pier 39 bringen lassen, wo wir das erste Mal die Seelöwen beim Nickerchen beobachtet haben. Seelöwen, Seehunde und Seeotter sind an der Pazifikküste zwischen Los Angeles und San Francisco genau wie Buckelwale und Delfine zu dieser Zeit des Jahres in großen Mengen zu finden. Die Seelöwen sind schon ein wirklich lustiges und lebendiges Völkchen. San Francisco ist eine multikulti Stadt mit superschönen Ecken, aber von dem berühmten Hippie Flair der Westküstenstadt haben wir leider nix gespürt.

Tag 10/11- Traumhafter Yosemite Park

Mit hohen Erwartungen ging unsere Reise weiter in Richtung Nord-Westen in den großen und für viele den schönsten National park Nordamerikas:Yosemite Park. Auf dem Weg dorthin übernachteten wir direkt an einem der rauschenden Flüsse hoch oben in der Sierra Nevada. Hier haben wir das erste Mal „Bären-sichere Kontainer“ kennengelernt und sind mit dem Gedanken eingeschlafen, dass wir am nächsten Morgen beim Frühstück den Schwarzbären beim Lachse fangen beobachten können :-D Dies war leider nicht so, dafür haben wir ein Schwarzbärkind im Yosemite Park beim Ameisen essen beobachten können. Auch hier sind diese Bärensicheren Metallkisten , in denen man jegliche Lebensmittel und Kosmetikzubehör verstauen soll,

unbedingt erforderlich, damit die Bären sich nicht daran bedienen können bzw. nicht das Auto aufbrechen, um über die Vorräte herzufallen.

Begeistert wurden wir von den vielen Wasserfällen, die über den gesamten Park verteilt sind. Auch zu erwähnen ist der „Mirror Lake“, in dem sich die schöne Landschaft mit dem „Half Dome“ (ein begehrter Fels bei Kletterern) spiegelt. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen durch die riesigen Sequoirbäume zu gehen.

Tag 9- Schauriges Death Valley

Von Las Vegas haben wir uns in Richtung Death Valley aufgemacht . Das Tal des Todes –geprägt durch Sanddünen, vertrockneten Salzseen und unvorstellbare Hitze liegt 86 m unterm Meeresspiegel.

Nachts um 3h sind wir auf unserem Campingplatz angekommen und wurden , wie man es sich in einer Wüste vorstellt, von heulenden Coyoten bei Vollmond empfangen.
Start in den Tag waren dieses Mal keine Pancakes, sondern Eis mit Erdbeeren. Zwischenzeitlich haben wir Wasser im Wasserkanister aufgewärmt, so dass wir uns mit lauwarmen Wasser bei 120°F abkühlen konnten.
Völlig erschlagen von der Hitze, doch begeistert von dem Tal, empfehlen wir jedem einen Abstecher zum dritt tiefsten Punkt der Welt.

Montag, 26. Mai 2008

Tag 8: Erst Surfen am Berg und dann Zocken inna Wüste

Tag 8: The Waive

An diesem Morgen steht einbesonderer Programmpunkt auf dem Plan, der bis gestern noch nicht gesichert war. Gestern Morgen sind wir früh raus, um uns in der Ranger Station mit 130 Anderen auf 10 Plätze zu bewerben! Wir hatten tatsächlich Glück und unsere Nummer wurde gezogen, so dass wir heute in die begehrte „The Waive“ konnten.
Mit Fotos als Wegweiser bewaffnet brauchten wir eine gute Stunde zu Fuß bis wir am Ziel waren.

Las Vegas

Nachmittags ging`s weiter ins Spielerparadies Las Vegas. Nachdem wir in unserem Hotel, Luxor- die Pyramide, eingecheckt hatten, ging es zur Vorstellung des Cirque du Soleils ins Bellagio. Johanna’s Geburtstagsgeschenk bot uns eine atemberaubende Show in der Luft, im Wasser und an Land.
Nach der Vorstellung sind wir durch`s die Casino geschlendert, haben am einarmigen Banditen unser Glück versucht, ein wenig beim Pokern zugesehen und die Springbrunnenshow des Bellagios genossen. Abgeschlossen haben wir die Nacht mit einem Spaziergang bei 30°C übern Strip vorbei an den berühmten Hotels und Casinos.

Am nächsten Morgen sind wir zum Frühstück ins Bellagio gegangen und haben wohl von dem besten Buffet der Welt geschlemmt. Gut gestärkt ging es für 7 Stunden zum Turbo-Shoppen in eine der riesigen Malls. Völlig erschlagen hab ich mich dann vors Steuer gesetzt und uns ins Tal des Todes gefahren.

Las Vegas ist eine einzigartige Stadt, die niemand abschreiben sollte bevor er da war.

Donnerstag, 22. Mai 2008

Tag 7 Glen Canyon- Lake Powell - Antelope

Spät abends ging’s dann zurück in Richtung Nord Osten in den Glen Canyon National Park. Hier haben wir am Lake Powell in der Nähe von Page Halt gemacht.
Ein riesiger wunderschöner See, der ursprünglich ein Canyon war und später durch das Wasser des Colorado Rivers geflutet wurde. Ein Paradies für Angler und Wassersportfans.
Auf Empfehlung unserer russischen Freunden, mit denen wir uns die letzte Nacht einen Campingplatz geteilt hatten, sind wir zum Antelope Canyon gefahren. Dieser kleine aber äußerst sehenswerte Canyon. Ein Traum- unser Lieblingscanyon!

Mittwoch, 21. Mai 2008

Tag 5 + 6: Grand Canyon- Bei Schnee und Hitze

Am Montag haben wir unsere Zelte in Moab abgebaut und sind los in Richtung Grand Canyon. Ein kleiner Umweg hat uns zum “Monument Valley“ geführt, wo einst Forest Gump seinen berühmten Lauf durch Amerika abgebrochen hat. Es ist wirklich eine beeindruckende Kulisse!
Abends sind wir dann endlich im Grand Canyon angekommen und können gut nachvollziehen warum er GRAND Canyon heißt- kein Größenverhältnis zu den vorherigen Canyons.
Nachts mussten wir unser Kartenschreiben am Lagerfeuer abbrechen, da es anfing zu regnen…..später kam heftiger Nebel auf…..in der Nacht sind wir aufgewacht, da unser Zelt den Schneemassen nicht mehr standhalten konnte. Es hatte angefangen zu schneien - morgens um 6h haben wir bei 20cm Schnee unser Lager am Desert View Point/Grand Canyon abgebaut. Die Folgen des Wetterchaos sind ein total verschmutztes Zelt und eine Delle im Auto ;-) !
Nach einer heißen Dusche und einem leckeren Frühstück kam die Sonne langsam raus und der Schnee fing an zu schmelzen. Mittags war der ganze Spuk vorbei und wir konnten tatsächlich bei warmen Sonnenschein den Rest des Tages mit Erkundung des Canyons inkl. Hinunter klettern verbringen.

Tag 4 Rafting

Sonntag Morgen hat uns der Wecker um 6h aus dem Schlafsack geklingelt, da wir um 7h am Treffpunkt für unseren heutigen Ausflug sein mussten: White Water Rafting auf dem Colorado River.
Bei strahlendem Sonnenschein haben wir uns zunächst den Fluss entlang treiben lassen und die Sonne genossen. Nach einer Picknick Pause an einem kleinen Strand ging das “White Water Rafting“ (weißes Wasser, da das Wasser an diesen Stromschnellen so aufgeschäumt ist) los. Der erste Rapid “Little Dolores“ sollte uns einstimmen, doch die Stromschnelle hatte es schon ganz schön in sich, so dass wir danach bereits klitsch nass waren. Einmal nass macht es umso mehr Spaß und so haben wir die weiteren 12 Rapids der höchsten Kategorie bewältigt. Wir hatten dabei aber teilweise echt mühe nicht aus dem Boot zu fallen.

Mittwoch, 14. Mai 2008

Tag 3 National Parks nahe Moab

Bei Sonne gefrühstückt und ab gings auch schon los aus Moab in die nahegelegenen Parks “Dead Horse Point“ und “Canyonlands“.


Der Dead Horse Point State Park ist ein schöner Canyon durch den sich der Colorado River schlängelt. Er trägt diesen Namen, da früher die Cowboys dort die wilden Mustangs zusammengetrieben haben und manche der edlen Tiere im wahrsten Sinne den Abgrund runtergegangen sind.

Der Canyonlands National Park ist in drei Bereiche aufgeteilt, von denen wir “The Needles“ und “Island in the Sky“ bewandert haben. Per Auto und zu Fuß haben wir uns zuerst “Island in the Sky“ angeschaut. Von diesem Teil des National Parks hat man einen unglaublichen Ausblick.


In “The Needles“ haben wir zum Abend hin direkt neben den kleinen steilen Felsspitzen(Needle=Nadel) zum Sonnenuntergang gepicknickt.

Tag 2 Colorado- Moab

Durch die verschneiten Rockies ging es westwärts in Richtung Utah. Unser Ziel für den Tag: Moab und genauer gesagt der Arches National Park(Arch=Bogen). Der erste National Park von vielen auf unserer Reise und ganz sicher einer der Sehenswertesten. Mit dem Auto haben wir eine Runde durch den Park gedreht und bei den unzähligen Highlights des Parkes sind wir ausgestiegen und haben kurzerhand die mehr als 150 Millionen Jahre alten Felsformationen erklommen, um die verschiedenen Arches aus der Nähe zu sehen. – Beeindruckend!
Am Abend haben wir dann nahe dem Colorado River in Moab unser Zelt aufgeschlagen und wurden am nächsten Morgen mit strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel geweckt.

Tag 1 Omaha- Dillon/Colorado

Am Donnerstag ging es tatsächlich los auf unseren so lang ersehnten ROADTRIP, der uns in den nächsten Wochen von good old Nebraska über viele schöne Zwischenstopps bis nach Hollywood führen soll.
Der erste Tag stand unter dem Motto “so viele Meilen wie möglich“ mit unserem Pontiac Vibe.
Es ging von Omaha in Nebraskas Hauptstadt Lincoln, wo wir das Stadion unserer Huskers und das Capital besichtigt haben. Weiter ging es durch Nebraskas Prärie mit Zwischenstopp in einem ehemaligen Fort nach Colorado. Nach 13 Stunden auf der Interstate haben wir uns im verschneiten Dillon nahe Vail/Colorado ein Zimmer in einem Hotel genommen. Am nächsten Morgen war unser Auto mit einer Zuckerschicht überzogen und wir haben einen Ausflug innen Schnee gemacht bevor es wieder zurück auf die Interstate ging.

Montag, 12. Mai 2008

Good Bye Big O

Ich hatte diesen Blog damit eröffnet Euch zu erklären, dass es immer mein Traum war einen Teil meines Studiums im Ausland zu absolvieren.
Nun, gute acht Monate später, habe ich die letzten Klausuren meines Studiums in den USA erfolgreich geschrieben und sage meiner Heimat im Mittleren Westen “Auf Wiedersehen“. Die Zeit in Nebraska war mehr als ich mich je erträumt hatte - vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Ich werde sie nie vergessen, genauso wie meine Buddies aus dem Party-Appartment 232, die Sig-Ep’s (Sigma Phi Epsilon), die anderen Exchange-students und natürlich die Rednecks aus Crofton.
Ich bin mir sicher, dass ich in einpaar Jahren mich den Worten des ehemaligen UN Generalsekretärs Kofi Annan anschließen kann, der einmal gesagt hatte: “The focus which I found as an international student has never failed me. Perhaps, it was that experience that set me on the road to where I am now.”
Ich hoffe ihr habt die Berichte von mir gerne verfolgt und würde mich freuen, wenn ihr auch in den nächsten Tagen mal wieder auf www.weg-issa.de.vu reinschaut. Ich bekomme nämlich kräftige Unterstützung beim bloggen durch meine Amazone, mit der ich nun Amerika im Doppelpack unsicher machen werde.

Dienstag, 22. April 2008

Wochenende auf dem Bauernhof

Da schönes sonniges Wetter fürs Wochenende angesagt war, bin ich Fuzzer, meinem Mitbewohner, auf die Farm seiner Eltern gefolgt. Ich hatte mich auf Relaxen, Fischen, frische Luft und Sonne gefreut, aber damit war’s erstmal nix. Denn Fuzzer und ich mussten zunächst für seinen Vater auf dem Feld helfen, aber nicht ganz unentgeltlich. Neben der herzlichen Gastfreundschaft sponserte uns der “Chef“ die nötigen Fässer, Sessel, Couch, Motor, Stahlrahmen, Holzlatten, Teppichreste und Werkzeuge, um unser eigenes Floß zu bauen. Nach einem halben Tag voller Bastelei war es vollbracht, der alte Motor lief, der Teppich war verlegt, die Möbel waren platziert und das Floß wurde zu Wasser gelassen. Das ganze bei strahlendem Sonnenschein, einer gebastelten Pfeife aus Maiskolben mit Erdbeertabak im Mund und nen kühles Blondes inna Hand.

Unglaublich, dass ich nach den Erlebnissen in Crofton den mir angebotenen Sommerjob auf der Farm abgelehnt habe, aber du weisst warum Babe - ich liebe dich!

Mittwoch, 9. April 2008

Atlanta Marathon- I´ll be damned !

Morgens um sieben bin ich zusammen mit 15.000 anderen Laufbegeisterten am Olympiapark gestartet. Bei 8°C ging es zunächst durch Downtown und dann angefeuert durch “Good Job“ in den äußeren Stadtteilen Atlantas vorbei am Martin Luther King Museum, und der Georgia Tech. Am Streckenrand waren die Menschen teilweise verkleidet, haben musiziert, riesige Plakate gemalt, die Läufer mit Snacks versorgt und angefeuert. Unterwegs wurde uns sogar frisch gezapftes angeboten, aber das haben wir dann doch lieber abends inna Bar getrunken. Ob Zuschauer, Helfer und Läufer alle waren fröhlich und so ging es gut gelaunt zurück ins Stadtinnere zur Ziellinie. Meine Zeit 1:53:02 ist gut dafür dass ich Tage zuvor noch völlig vergrippt war, aber auf alle Fälle verbesserbar in Hamburg 2009. Wer is von meinen Läufern aus BS und H-over dabei?

Gestern hab ich auch endlich meine Photos vom Marathon erhalten. Sie befinden sich wie immer in der Photospalte.

Dienstag, 1. April 2008

Roadtrip II im März

Wie ihr ja Alle mitbekommen habt, hatte ich mir fest vorgenommen in Atlanta den Marathon zu laufen und eben deshalb haben wir (Stefan, Bernhard und der Phillip) uns mit dem Buick über Kansas, Missouri, Illinois, Kentucky, Tennessee nach Atlanta/Georgia aufgemacht.
Der erste Stopp auf dem Trip wurde zum Lunch in einer Brauerei in Downtown Kansas City eingelegt. Weiter ging es in die Stadt des Blues- St.Louis mit Besichtung des Archs. Der Arch ist das Wahrzeichen von St.Louis- gebaut aus Stahl-spannt sich der Bogen direkt über dem Stadtpark am Mississippi und Interessierte haben die Möglichkeit mit einer Zahnradbahn die Spitze zu erklingen. Hab ich natürlich gemacht.
Nach der Geburtstadt des Blues ging es in die Welthauptstadt der Countrymusik- Nashville. In absolut urigen Bars im Musikquarter haben wir uns zu Live-Musik einpaar Bierchen zur Stärkung verinnerlicht. Zwischen Nashville und Atlanta liegt eine kleine Stadt namens Lynchburg, die dank Herrn Daniels für Ihren Bourbon bekannt ist. Wer es im übrigen genau wie wir zuvor glaubt, dass die Werbespots mit lässigen älteren Herren vor Whiskeyfässern in gemütlicher Ruhe nur Show sind, der sollte sich mal zur Jack Daniel’s Destillerie begeben und sich vom Gegenteil überzeugen. (Uns fielen bald die Augen aus- hier geht noch Tradition vor Skaleneffekt und Profit)
Nachdem wir in Atlanta unsere Startnummer gezogen hatten, gings zur Besichtigung des CNN Headquarters. Natürlich haben wir es uns auch nicht entgehen lassen die verschiedensten Cola Sorten aus aller Welt in der World of Coca Cola zu probieren oder das Olympiagelände sowie den Centennial Park zu besuchen.

Photos vom Trip sind unter "Road to Atlanta" abgelegt.

Mittwoch, 26. März 2008

Blackout !

Nicht wie ihr jetzt alle denkt… Ach, die Amis haben so ein marodes Elektrizitätsnetz, da hat es den Phillip im Wilden Westen mit einem der berühmt berüchtigten “Blackouts“ getroffen. Aber ich muss euch leider enttäuschen, der Grund warum ich nun seit Tagen ohne Strom auskommen muss ist BJ. BJ aka Benjamin Joseph ist mein begnadeter Mitbewohner, der vergessen hat unsere Rechnung bei den Stadtwerken zu zahlen.
Angekotzt vom Kerzenlicht und der Ruhe in unserem Appartement hab ich kurzer Hand unsere Außenbeleuchtung, die vom Vermieter zentral betrieben wird, in eine Steckdose umgebaut. Ohne Sinn und Verstand haben wir dann einige Mehrfachsteckdosen zusammengesteckt, um Lampen, Heizlüfter, Musikanlage, Kocher, XBOX 360, Verstärker und natürlich unseren 60 Zoll Flachbildfernseher betreiben zu können.

But who cares..?...
…rock on auf Fremdrechnung bis der Stromzähler glüht!

Freitag, 21. März 2008

Springbreak aka Leberschaden

Statt nackter Haut, Sonne und Strandparade im Rentnerparadies Florida, hab ich mich lieber über die Springbreak in der Nähe der großen Seen aufgehalten.
Zum Start hab ich in Chicago zwei Tage den irischen Nationalfeiertag “St. Patricks Day“ gefeiert. Wie wir es von unseren irischen Freunden gewöhnt sind- feucht fröhlich. Es wurde das Alkoholgesetz nicht geachtet und mit Bierchen in der Hand habe ich mir die St.Patty Parade und natürlich auch den grün gefärbten Fluss in Chicago angesehen. Das gesamte Ereignis war in irischem grün gefärbt- von den Klamotten über Bier bis hin zum Chicago River. Das Fest war so ein Spass, dass Stefan und ich bis in den Morgen getanzt haben und morgens grün vor Übelkeit aufgewacht sind- schöner irischer Kater ;-)
Von Chicago gings zu nem Kumpel, der an der University of Michigan studiert. Da offiziell der St. Patricks Day erst am Montag ist, wisst ihr natürlich wie der Tag abgelaufen ist. Gestartet mit grün gefärbten Fajita beim Mexikaner und geendet mit grünem Bier morgens im Club. Nach zwei Nächten in Michigans größten Studentenstadt ging es nach Detroit City, wo wir uns neben Downtown und fetten Villen am Grosse Pointe auch das Ford Werk “Rouge“ angeschaut haben. Ganz interessant an dem Werk, Ford fertigt die Pickups vom Rohstahl bis hin zur Auslieferung in 72 Stunden. Aus Detroit ging es in dann in Richtung Nord Michigan durch die schäbigen Viertel Detroits und am Trailerpark an der 8mile vorbei, wo Eminem aufgewachsen is. Im Norden Michigans gabs dann Natur pur an den noch teilweise gefrorenen Großen Seen.

Fazit: St.Patty muss man erlebt haben –seht ihr ja an den Pics unter “Springbreak“!

Dienstag, 4. März 2008

Foo Fighters - Hell yeah, we made it!


Nix los in Omaha oder watt? Am Donnerstag ging es in die 15 Meilen entfernten Council Bluffs zum grandiosen Konzert.
Für satte 2,5 Stunden haben Austin, B-rock und der verrückte Hannoveraner zu richtig feinem und sauberem Rock mit zwischenzeitlichem Akustikpart einer unbekannten Band aus Kalifornien gerockt. Als Vorband gab’s “Against Me!“ und “System of a Down“, aber wen interessieren die Vorbands wenn man am Bierstand mit nem Euro-Wechselkurs von 1,5 sich wesentlich besser amüsieren kann.

Fazit: Amerika etwas zurückhaltender beim Pogen, aber die Hände tragen einen trotzdem ;-)

Freitag, 29. Februar 2008

Dreamcatcher

Unter der Woche vertreibe ich mir seit nunmehr vier Monaten die Zeit zwischen den Klausuren mit Joggen. Ich trainiere drei Mal die Woche im Sportzentrum der University of Nebraska mit dem Ziel Ende März in Atlanta einen Marathon erfolgreich zu bewältigen. Das Training ist nicht von schlechten Eltern und ich laufe mittlerweile den Kilometer um 5:30 - ich hoffe, dass ich jetzt im Schlussspurt der Vorbereitung noch ein bisschen Zeit rauslaufen kann und somit dann auch in Georgia mit gutem Gefühl starte.
Seit Neujahr ist das Fastfood der Suppe und Salat gewichen, der Puls wird stets beim Laufen gecheckt, die Nippel werden mit Pflaster abgeklebt, beim Aufstehen zieht es in den Beinen vom Vorabendtraining, zur Abwechslung geht’s ein Mal die Woche in die unieigene Schwimm-Arena zum Lockern, Wasser steht nunmehr anstelle von Coke im Kühlschrank und Bierchen gibt’s nur noch am Wochenende- das lass ich mir nicht nehmen!
Nicht viele von euch verstehen, warum ich jetzt ausgerechnet so einen Höllentrip anpeile, aber die Antwort ist ganz einfach: Ich bin wieder einmal auf der Jagd einen meiner Träume zu verwirklichen.

Showdown - Atlanta ING Marathon am 30.03.2008 drückt mir die Daumen

Sonntag, 10. Februar 2008

McCook-Boulder-Denver


Am Wochenende haben wir uns nach Boulder/ Colorado aufgemacht. Ein nächtlicher Zwischenstopp wurde in McCook mit Whirlpool unterm Sternenhimmel und Courvoisier bei Brocks Freundin eingelegt. Am nächsten Tag ging es nach Boulder zu einer Freudin, Andrea,, die uns abends zum Basketball eingeladen hat. VIP Tickets für Allen Iverson und seine Denver Nuggets gegen die Wizzards aus Washington in der Pepsi Arena in Denver.
Ein absolutes hochkarätiges Spiel in dem der 23jährige Carmelo Anthony eine herausragende Leistung zeigte. Seine 49 Punkte hatten einen maßgeblichen Anteil an dem 111:100 Sieg der Nuggets. Auch nachts hatten wir eine Menge Spaß am Fuße der Rockies bei Bier-Pong, Gitarre und ner Portion Unfug. Auf unserem Heimweg nach Omaha hat Stefan noch für ein Highlight gesorgt, als wir von Cop der State Patrol auf der Interstate wegen erhöhter Geschwindigkeit angehalten worden.


Mittwoch, 6. Februar 2008

Crofton- Yee Haw !

Am Wochenende bin ich der Einladung meines Kumpels Mike gefolgt und habe Amerikas Farmer-Leben kennengelernt.
In Crofton, Nord Ost Nebraska, angekommen wurde schon das erste Bierchen, eines von vielen an diesem Wochenende aufgemacht und das Redneck-Leben ging mit “boozecruisen“ los. Boozecruisen heißt soviel wie mit dem Truck über die Feldwege donnern, die leeren Bierpullen gezielt auf die Straßenschilder werfen, zwischendurch mitm Gewehr in der Gegend rumballern, jede Menge Blödsinn quatschen und dazu gewürzte, getrocknete Rehfleischstreifen essen - der Knaller!
Am Samstag ging es bei herrlichem Sonnenschein nach South Dakota zum Ski-Foan. Gerüstet mit Jägermeister hatten wir jede Menge Spass und ich bin das erste Mal in einem Fun Park mit meinen Skiern rumgesprungen. Anschließend wurde bei riesigen Barbecue, Bier-Pong, BierBong, chew, Schnappes und Bier in einer Scheune bis zum nächsten Morgen gefeiert.
Der Sonntag stand ganz im Zeichen des Superbowl. Aber ehe wir uns in einer tobenden Bar in Yankton das Spiel auf einer Großleinwand angeschaut hatten, ging es mit dem Pick-up auf Jagd.
Ein unglaublich durchgeknalltes Wochenende - eben typisch NEBRASKA !

Donnerstag, 17. Januar 2008

I LOVE NEW YORK CITY

Nach den schönen Tagen in Ingeln ging es dann wieder über den grossen Teich. Aber nicht auf direktem Wege nach Omaha, sondern mit einwöchigem Aufenthalt im Big Apple.

Wie groß die wohl bedeutendste Stadt unserer Zeit ist, haben wir uns gleich am ersten Abend vom Empire State Building angeschaut. Gehaust haben wir in einem abgedrehten Hostel in der Upper Westside. An den weiteren Tagen haben wir die gängigen Sehenswürdigkeiten wie Central Park, Wallstreet, Statue of Liberty, usw. abgeklappert. Ausserdem stand das MOMA mit moderner Kunst, das Nachtleben am Times Square, ChinaTown und in SoHo , die Knicks im Madison Square Garden beim 89-65 Sieg über die Detroit Pistons (NBA Basketball), ohne Ende Shopping und die berüchtigten Viertel Queens, Brooklyn und Harlem auf dem Program.

New York ist wirklich eine riesen Stadt, ob sie wirklich die Welthauptstadt ist, weiss ich nicht. Aber was mir in der einen Woche aufgefallen ist, sind die unheimlich wichtigen Menschen auf den Strassen Manhattans, die angestrengt schauen und stets telefonierend durch die Strassen zwischen den Wolkenkratzern eilen. Im Gegensatz dazu die lockeren Schwarzen, die stets ein lächeln auf den Lippen haben und z.B. spontan zur Musik in der Metrostation tanzen und sich einfach nur freuen. Ihre eigene Stadt haben sich die Chinesen aufgebaut-ChinaTown, in der die Menschen ohne ein Wort Englisch sprechen zu können leben können. Für mich macht gerade diese multikulturelle Seite die Stadt zu einer Weltstadt und nicht die Tatsache, dass die Vereinten Nationen, Wallstreet und viele wichtige Firmen hier ihren Sitz haben.

Mal ehrlich, New York hält bei Nacht nicht das was es verspricht und die “Schwarzen Viertel“ sind lange nicht so gefährlich wie einem das immer vorgegaukelt wird. Ganz im Gegenteil Brooklyn als auch Harlem besitzen meines Erachtens die schönsten Ecken um in NYC zu wohnen.

Ich war voller großer Erwartungen als ich am JFK Airport landete, die aber im ersten Augenblick nicht erfüllt wurden. Direkt nach meiner Ankunft ging es in den nahegelegenen Central Park und der berühmte Hot Dog vom Strassenhändler schmeckte grauenhaft und jeder Dänemark Urlauber wünscht sich in dem Moment ein Pölser im Bötchen mit Röstzwiebeln. Aber ab dem Überqueren der Brooklyn Bridge zu Fuß hat die Stadt begonnen mich in Ihren Bann zu ziehen. Jetzt wo ich auf dem Rückflug nach Omaha im Flieger sitze, würde ich sagen: ’I love NY’ wie es auf dem millionenfach verbreiteten $1 Touristen T-Shirt geschrieben steht.

Weitere Photos wie gewohnt rechts unter Photos 'New York City' zu finden